Psychologische Diagnostik bei chronischen Schmerzen

Ablauf der Diagnostik bei Schmerzpatienten

Zu Beginn einer psychologischen Schmerzbehandlung steht immer eine ausführliche Diagnostik.
Eine ärztliche Diagnostik im Vorfeld ist Voraussetzung für eine psychologische Behandlung von Schmerzen.

Die psychologische Diagnostik besteht aus mehreren Bausteinen:

Schmerzanamnese

Interviews

Schmerzen sind ein individuelles Phänomen, daher ist für die Diagnostik sowohl eine Eigen­- als auch eine Fremdanamnese erforderlich. Beim Interview geht es mir darum mögliche Auslöser zu erkennen, Informationen zur Medikamenteneinnahme und der Häufigkeit von Arztbesuchen zu erhalten usw.

Schmerztagebuch

Das Schmerztagebuch ist ein wichtiger Baustein der Diagnostik. Häufig bringt schon das Ausfüllen des Tagebuchs eine Erleichterung der Symptome, weil man aktiv wird im Kampf gegen die Schmerzen.

Psychologische Differentialdiagnostik

Viele Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden haben auch andere Probleme. Sie haben oft sehr große Ängste (Angststörungen) oder sind sehr traurig (depressive Verstimmung). Sollten sich bei der Diagnostik in einem dieser Bereiche Auffälligkeiten ergeben, kann es sein, dass der Behandlung dieser Symptome der Vorzug gegeben wird. Der Behandlungsplan wird natürlich gemeinsam besprochen und beschlossen.

Psychosoziales Funktionsniveau und Verhaltensanalyse

Hier geht es darum Muster zu erkennen, die sich negativ auf die Schmerzsymptomatik auswirken und im Anschluss diese abzubauen.

Erst nach dieses ausführlichen Diagnostik kann gemeinsam entschieden werden wie der weitere Verlauf sein soll.